{"id":72,"date":"2011-09-22T09:43:01","date_gmt":"2011-09-22T09:43:01","guid":{"rendered":"http:\/\/tonkinese.ch\/mowe\/?p=72"},"modified":"2019-01-08T23:40:36","modified_gmt":"2019-01-08T22:40:36","slug":"blade-trinity","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/tonkinese.ch\/mowe\/?p=72","title":{"rendered":"Blade: Trinity"},"content":{"rendered":"<p><strong>Urbane HipHop Vampirlegende f\u00fcr MTV-s\u00fcchtige Teenies<br \/>\n<\/strong><br \/>\n&#8222;Aller guten Dinge sind drei&#8220;, dies gilt leider nicht f\u00fcr den letzten Teil der Blade Trilogie. Wiesen die Teile 1 und 2 jeweils die unverkennbare Handschrift ihres Regisseurs auf (Stephen Norrington und Guillermo del Toro), so l\u00e4sst dieses als Horror\/Action Movie verkleidete Mainstream Video jegliche Handschrift missen.<\/p>\n<p>Die Story, sofern sie denn als solche bezeichnet werden kann, ist schnell erz\u00e4hlt. Die Vampire, die sich mittels ihrer Gesch\u00e4ftst\u00fcchtigkeit in der Gesellschaft etabliert haben, wollen die Weltherrschaft endg\u00fcltig an sich reissen. Zu diesem Zwecke graben sie den ersten aller Vampire, Dracula (Dominic Purcell), der aus unerfindlichen Gr\u00fcnden in einem Tempel im Irak ruht, wieder aus. Ausserdem wollen sie endlich ihren \u00e4rgsten Feind, Vampirj\u00e4ger Blade (Wesley Snipes), loswerden. Auf einer seiner S\u00e4uberungsaktionen im n\u00e4chtlichen Grossstadtdschungel bringen sie Blade durch eine List dazu, einen Menschen zu t\u00f6ten, worauf sich das FBI an seine Fersen heftet, da sie ihn f\u00fcr einen unberechenbaren Psychopathen halten. Blade und Whistler (Kris Kristofferson) werden ausger\u00e4uchert, wobei Whistler umkommt und Blade zun\u00e4chst in Polizeigewahrsam und dann in die F\u00e4nge der Vampire ger\u00e4t. Aus dieser Misere wird er von einer Truppe sp\u00e4t pubertierender M\u00f6chtegern Vampirj\u00e4gern befreit, darunter der unehelichen Tochter von Whistler, Abigail (Jessica Biel) und Spr\u00fccheklopfer Hannibal King (Ryan Reynolds).<br \/>\nEin Grossteil des Films besteht aus einer Serie spektakul\u00e4rer aber total unmotivierter Verfolgungsjagden. Blade verfolgt Obervampir Drake Treppen rauf und runter und \u00fcber H\u00e4userd\u00e4cher, nur um sich danach verbal mit ihm auszutauschen. Auch die Effekte sind alle irgendwie schon mal da gewesen: Drake kann die Gestalt jedes beliebigen Menschen annehmen (der T-1000 konnte das auch schon und besser) und verwandelt sich bei Bedarf in ein abscheuliches Monster mit einem Extra-Set Z\u00e4hne (Alien l\u00e4sst gr\u00fcssen). Die Vampir-Hunde sind zwar niedlich, aber nicht unbedingt bedrohlich. Auch die Blutfarm der Vampire, mit den eingeschweissten und komatosen Menschen erinnert gleich an zwei Filme, n\u00e4mlich an &#8222;Alien: Resurrection&#8220;, wo Ripley 8 das Labor mit den fr\u00fcheren Versionen ihrer Selbst entdeckt und an die Matrix, wo Menschen als Batterien f\u00fcr die Maschinen dienen.<br \/>\nEin bisschen ein beklemmendes Gef\u00fchl hat bei mir die Art der Vernichtung der Vampire verursacht; die werden n\u00e4mlich nicht mehr klassisch mit einem spitzen Gegenstand ins Herz get\u00f6tet, sondern durch ein gentechnisch hergestelltes Virus, das spezifisch Vampire (also eine bestimmte Gruppe von Wesen) targetiert. Auch wenn es sich um einen Horrorfilm handelt, finde ich den unkritischen Umgang mit solchen Ideen trotzdem bedenklich.<br \/>\nDer Soundtrack f\u00fcr den Film stammt von The RZA, dem Kopf des Wu-Tang Clans, der auch schon f\u00fcr die Filmmusik von &#8222;Ghost Dog&#8220; (Jim Jarmusch) und Kill Bill (Quentin Tarantino) verantwortlich zeichnete. Der Sound ist wirklich stark, was allerdings dazu f\u00fchrt, dass er den Film nicht untermalt, sondern tr\u00e4gt. Wer sich also ein rasantes, actionreiches Musikvideo ansehen will, ist mit &#8222;Blade: Trinity&#8220; richtig bedient.<\/p>\n<p>Originaltitel: Blade: Trinity (USA 2004)<br \/>\nRegie: David S. Goyer<br \/>\nDarsteller: Wesley Snipes, Kris Kristofferson, Jessica Biel, Ryan Reynolds, Parker Posey, Triple H<br \/>\nDauer: 95 min.<br \/>\nCH-Verleih: Fox Warner<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Urbane HipHop Vampirlegende f\u00fcr MTV-s\u00fcchtige Teenies &#8222;Aller guten Dinge sind drei&#8220;, dies gilt leider nicht f\u00fcr den letzten Teil der<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":383,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[4,6,3,8],"tags":[38,108,27],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/tonkinese.ch\/mowe\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/72"}],"collection":[{"href":"http:\/\/tonkinese.ch\/mowe\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/tonkinese.ch\/mowe\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/tonkinese.ch\/mowe\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/tonkinese.ch\/mowe\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=72"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/tonkinese.ch\/mowe\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/72\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":73,"href":"http:\/\/tonkinese.ch\/mowe\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/72\/revisions\/73"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/tonkinese.ch\/mowe\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/383"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/tonkinese.ch\/mowe\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=72"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/tonkinese.ch\/mowe\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=72"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/tonkinese.ch\/mowe\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=72"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}